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Jazzin' The Black Forest mit Medusa Beats und Erika Stucky im Theater am Ring


14.09.19

Erika Stucky ist ein seltenes Gesamtkunstwerk. Die stets fröhliche Anarchistin singt, kreischt und gurrt, schreit und schnattert - und jodelt. Die Walliser Musikerin (übrigens in San Francisco geboren)   gehört seit fast einem Vierteljahrhundert zu den musikalischen Aushängeschildern der Schweiz.  Zwar ist sie im Jazz verwurzelt, lässt sich aber musikalisch in keine Kategorie pressen.  Songs von Stones, Beatles, Eminem und Frank Sinatra zählen wie selbstverständlich zu ihrem Programm - natürlich auf ganz eigene Art interpretiert.  Mit "Bubbles & Bangs" stellt Stucky  ein musikalisches Tagebuch der letzten Jahre zusammen. "Es sind Titel, die ich während meiner Tourneen gehört habe - auf Flughäfen, in Taxis, in Hotelbars."   Seit über 25 Jahren "on the road" verwebt Erika Stucky verschiedene Stränge ihrer Vergangenheit und verdichtet ihre musikalische Ausdrucksweise. Statt Bass legt  Marc Unternährer mit seiner Tuba die satten Basslinien. Die "Bangs" kommen von Stuckys jahrelangem Wegbegleiter Lucas Niggli, einem der vielseitigsten und versiertesten Schlagzeuger der europäischen Szene. Es ist kein regulärer Konzertabend, den Stucky mit perfekter Dramaturgie gestaltet. Die Leinwand im Hintergrund der Bühne ist das Fenster. Die selbst gedrehten Super-8-Filmchen  sind die Zwischenlandungen in ihrer Bubbles-Welt. 

International besetzt das Klaviertrio mit dem vieldeutigen Namen "Medusa Beats".  Der Name ist der  griechischen Mythologie entlehnt. Die betörende Schönheit Medusa wurde dem Mythos nach in ein Ungeheuer verwandelt, sprichwörtlich sind ihre Schlangenhaare und das schreckeinflößende Äußere, das  männliche Betrachter zu Stein erstarren ließ.  Zu Stein erstarren wird der Zuhörer hier hoffentlich nicht; viel eher gerät er ins Staunen über die außergewöhnliche Musik, die  auf einem filigran-feinsinnigen Zusammenspiel basiert. Medusa Beats erreicht mit seinen impressionistischen Preziosen, mit seiner Vielfalt an spielerischen Einfällen eine besondere hypnotische Ästhetik, die den drei gleichberechtigten glänzend aufspielenden Musikern geschuldet ist  eine  spannende und abwechslungsreiche Gruppenimprovisation über alle Stilgrenzen hinweg.

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